Was bedeutet „fml“ im Chat?

Wenn du mal wieder etwas Frustrierendes erlebst – etwa, dass du den Bus gerade verpasst hast oder dein Essen beim Lieferdienst verloren geht – dann kennst du das Gefühl: Alles läuft schief, und du denkst dir: „Wieso passiert das immer mir?“ Genau in solchen Momenten taucht im Chat oft das Kürzel „fml“ auf.

Ausgeschrieben heißt es F*ck My Life – eine wörtliche, aber bewusst derbe Formulierung, die im Deutschen mit „F*ck mein Leben“ übersetzt werden kann. Es drückt keine wörtliche Aufforderung aus, sondern ist vielmehr eine Art ironischer Aufschrei über unglückliche, lästige oder peinliche Situationen. Ob man sich verplappert hat, eine Deadline verpasst oder in der Öffentlichkeit gestolpert ist – „fml“ bringt das mit einem Schuss Selbstironie auf den Punkt.

Ähnlich wie der Ausdruck „FFS“ (F*cking Seriously) wird „fml“ vor allem in informellen Gesprächen, Chats oder sozialen Medien verwendet. Beide Begriffe stammen aus der englischsprachigen Internetkultur und haben sich längst auch im deutschsprachigen Raum etabliert – vor allem unter jüngeren Nutzern.

Wichtig ist: Wer „fml“ schreibt, sucht meist keine Lösung, sondern einfach ein wenig Verständnis. Es ist eine emotionale Entlastung, ein Seufzen in Textform. Sozusagen die digitale Version eines Kopfschüttelns mit einem müden Lächeln. Nächstes Mal, wenn alles schiefgeht, weißt du also: Ein kurzes „fml“ sagt mehr als tausend Worte.

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