Was bedeutet „Ich bin pleite“?
Wenn jemand sagt „Ich bin pleite“, meint er meistens einfach, dass er gerade kein Geld hat. Der Ausdruck ist umgangssprachlich und wird im Alltag oft locker verwendet – etwa nach dem Monatsende, wenn das Gehalt schon ausgegeben ist und bis zum nächsten Zahltag kaum noch etwas übrig bleibt.
Wörtlich übersetzt kommt „pleite“ aus dem Italienischen („piatto“ – flach) und hieß früher so viel wie „flaches Konto“. Heute wird das Wort vor allem im informellen Kontext gebraucht. Man kann sagen: „Ich kann heute nichts ausgeben, ich bin pleite“ – ohne gleich Konkurs angemeldet zu haben. Es geht also oft um eine vorübergehende Geldknappheit, nicht um eine offizielle Insolvenz.
Trotzdem kann „pleite“ auch die stärkere Bedeutung von bankrott haben – besonders in wirtschaftlichen Zusammenhängen. Ein Unternehmen, das seine Schulden nicht mehr zahlen kann, wird dann als pleite bezeichnet. Im persönlichen Gebrauch bleibt die Bedeutung aber meist leichter und fast schon humorvoll.
Interessant ist, dass der Begriff in anderen Sprachen oft ähnlich klingt: Im Englischen sagt man „I’m broke“, was fast wörtlich übersetzt „Ich bin gebrochen“ heißt – aber genauso informell für Geldmangel steht. So zeigt sich: Ob in Deutschland oder anderswo, das Gefühl, kein Geld zu haben, kennt viele Namen – und „pleite“ gehört definitiv dazu.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.