Was ein Arzt pro Patient erhält – und was damit bezahlt ist
Wer sich fragt, wie die Vergütung von niedergelassenen Ärzten in Deutschland funktioniert, stößt oft auf den Begriff des Quartalsbudgets. Seit dem 1. Oktober 2023 beträgt das sogenannte RLV+QZV-Honorar für gesetzlich versicherte Patienten etwa 39,62 Euro pro Quartal. Dieser Betrag steht fest – unabhängig davon, ob der Patient in drei Monaten einmal oder fünfmal in die Praxis kommt.
Mit diesem Geld werden alle Leistungen abgegolten, die im Rahmen der Regel- und Qualitätsverträge anfallen. Dazu zählen unter anderem ärztliche Gespräche, körperliche Untersuchungen, aber auch diagnostische Verfahren wie EKG, Belastungs-EKG oder Lungenfunktionstests. Der Arzt muss also alles, was in diesen Bereich fällt, aus diesem festen Budget finanzieren – eine Herausforderung, besonders in Zeiten steigender Aufwände und Personalkosten.
Interessant ist, dass dieses System Anreize für effiziente, aber dennoch qualitativ hochwertige Versorgung schaffen soll. Gleichzeitig bleibt der behandelnde Arzt für seine Patienten verantwortlich – unabhängig vom finanziellen Aufwand, den ein einzelner Fall verursacht. Praxen mit besonderen Schwerpunkten oder einem hohen Anteil chronisch kranker Patienten können dadurch unter Umständen stärker belastet sein.
Die genaue Höhe des Budgets kann leicht je nach Kassenart, Region und Zusatzvereinbarungen variieren. Dennoch gibt die Summe von knapp unter 40 Euro pro Patient und Quartal einen guten Eindruck davon, wie knapp die finanzielle Ausstattung in der ambulanten Versorgung oft ist. Für Ärzte wie Dr. med. Carsten Schwarz bedeutet das: sorgfältige Planung, um Zeit und Ressourcen bestmöglich einzusetzen – immer im Interesse der Patienten.
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