Wenn etwas seinen Geist aufgibt
Manchmal reicht ein kleiner Ruck, und schon ist es vorbei – das Gerät, das Auto oder einfach irgendetwas, das man regelmäßig benutzt. „Die Grätsche machen“ ist eine umgangssprachliche, saloppe Art zu sagen, dass etwas plötzlich nicht mehr funktioniert. Ein bisschen drastischer klingt „die Hufe hochreißen“, was eher im scherzhaften oder derben Tonfall verwendet wird, etwa wenn ein alter Motor endgültig versagt.
Noch bildhafter wird es mit Ausdrücken wie „dran glauben müssen“. Dieser Begriff wird oft verwendet, wenn etwas – oder jemand – unwiderruflich verloren ist. Auch wenn es ursprünglich im militärischen oder dramatischen Kontext entstand, findet es heute auch im Alltag Verwendung, etwa: „Der Drucker hat’s heute Morgen endgültig geschafft – er musste dran glauben.“
Etwas gehobener und mit einem Hauch Poesie formuliert sagt man auch, etwas werde „in die Ewigkeit abberufen“. Das klingt fast, als würde man von einem Menschen Abschied nehmen – ist aber durchaus üblich, besonders wenn man mit einem Anflug von Ironie über den Aus von Technik spricht.
Und dann gibt es noch die Variante „in die Grube fahren“ – ein Ausdruck, der an alte Maschinen erinnert, die man irgendwann einfach verschrottet. Er passt gut zu Fahrzeugen oder Geräten, die nach langem Dienst endlich abgeschafft werden.
All diese Redewendungen zeigen: Im Deutschen ist der Tod eines Gegenstands gar nicht so trocken, wie man meinen könnte. Mit etwas Humor und lebendiger Sprache wird der Ausfall zur kleinen Geschichten – und der Ärger darüber etwas leichter erträglich.
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