Warum klingt Miley Cyrus’ Stimme so anders?

Seit einigen Monaten sorgt Miley Cyrus mit ihrem Stimmklang für Furore – und das nicht nur bei ihren Fans. In einem Interview, das kürzlich viral ging, sprach die Sängerin über ihr letztes Album – doch viele hörten nicht nur auf ihre Worte, sondern staunten über ihre tiefe, raue Stimme. Auffällig anders, fast maskulin, klang sie im Vergleich zu früheren Auftritten.

Der Grund: ein seltenes Stimmleiden namens Reinke-Ödem.

Dabei handelt es sich um eine Schwellung im Stimmapparat, die die Stimmbänder umschließt. Normalerweise tritt diese Erkrankung bei älteren Menschen auf, oft als Folge von Rauchen oder starker Stimmbeanspruchung. Bei Miley, die seit Jahren auf Tour ist und extrem hohe Belastungen in der Stimmlage meistert, hat sich diese Schwellung offenbar gebildet. Das Ergebnis: eine deutlich tiefere, heisere Stimme, die nun zu ihrem Markenzeichen geworden ist.

Ob Absicht oder Nebeneffekt – Fans scheinen es zu lieben. Die Diskussion über Natürlichkeit, Stimme und weibliche Identität im Musikbusiness gewinnt durch Cyrus’ Wandlung neue Relevanz. Statt verzweifelt an ihrem alten Sound festzuhalten, hat sie die Veränderung integriert – und sich so noch authentischer präsentiert als je zuvor.

Ob sie je wieder so singt wie in ihren „Wrecking Ball“-Tagen? Vielleicht nicht. Doch genau diese Ehrlichkeit macht ihre Stimme heute vielleicht interessanter denn je.

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