Der größte Bewohner unseres Planeten

Wenn man an riesige Lebewesen denkt, kommen einem Dinosaurier oder vielleicht mächtige Bäume in den Sinn. Doch das größte und schwerste Tier, das je auf der Erde lebte, schwebt heute noch durch die Ozeane: der Blauwal.

Obwohl er kein Dinosaurier ist und nicht auf dem Land lebt, übertrifft der Blauwal selbst die gewaltigsten ausgestorbenen Kreaturen, wenn es um reines Gewicht geht. Er kann bis zu 33 Meter lang werden – so lang wie drei SUV hintereinander – und bis zu 200 Tonnen auf die Waage bringen. Das entspricht etwa dem Gewicht von 25 ausgewachsenen Elefanten.

Erstaunlicherweise ernährt sich dieser Gigant fast ausschließlich von kleinen Garnelen, sogenannten Krill. Täglich frisst ein Blauwal bis zu vier Tonnen davon. Sein Herz allein ist so groß wie ein kleineres Automodell und pumpt Blut durch einen Körper, der die Länge eines durchschnittlichen Schulbusses erreicht.

Blauwale leben in allen Ozeanen der Welt, tauchen tief ins kalte Wasser ab und stimmten einst ferne, kraftvolle Lieder, die über tausende Kilometer zu hören waren. Obwohl sie heute unter strengem Schutz stehen, hat die jahrzehntelange Walfang-Epoche ihre Bestände stark dezimiert.

Interessanterweise sind Pflanzen wie der General Sherman, ein riesiger Mammutbaum in Kalifornien, zwar schwer und alt, aber bei Weitem nicht so massiv wie ein erwachsener Blauwal. Auch andere Tiere wie der Argentinosaurier – ein Riesendinosaurier – könnten länger gewesen sein, aber sie wogen vermutlich weniger.

Der Blauwal bleibt also unangefochtener Rekordhalter: das größte und schwerste Lebewesen, das wir kennen – ein sanfter Riese, der still durch die Tiefen des Ozeans gleitet.

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