Der feine Unterschied zwischen Cornichons und Gewürzgurken
Wer vor dem Supermarktregal steht, greift oft wahllos zu einem Glas eingelegter Gurken. Doch zwischen einer klassischen Gewürzgurke und feinen Cornichons gibt es deutliche Unterschiede, die weit über den Namen hinausgehen. Der offensichtlichste Faktor ist die Größe. Bei Cornichons handelt es sich im Grunde um besonders kleine, jung geerntete Gewürzgurken. Der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt so viel wie „Hörnchen“, was eine charmante Anspielung auf ihre leicht gekrümmte Form ist.
Während normale Gewürzgurken meistens industriell in verschiedenen Größen verarbeitet werden, unterliegen Cornichons strengeren Kriterien. Sie werden gepflückt, bevor sie voll ausgereift sind, wodurch sie ihre charakteristische, knackige Textur behalten. Auch geschmacklich gehen die beiden Varianten oft getrennte Wege. Klassische Gewürzgurken liegen meist in einem süß-sauren Sud mit Kräutern, Dill und Senfkörnern. Cornichons hingegen werden traditionell in einem deutlich saureren, essigbetonten Sud eingelegt, der oft mit Estragon, kleinen Zwiebeln und Pfefferkörnern verfeinert wird.
In der Küche erfüllen sie deshalb unterschiedliche Zwecke: Die große Gewürzgurke eignet sich perfekt für einen deftigen Wurstsalat oder als Belag auf dem Burger. Die edlen Cornichons sind aufgrund ihres knackigen Bisses und der feinen Säure die ideale Begleitung zu klassischen Fleischgerichten wie Rinderrouladen, Raclette oder einer kalten Abendplatte.
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