Unterschied zwischen Infraschall und Ultraschall
Der menschliche Gehörschall reicht in der Regel von 20 bis 20.000 Hertz. Was darunter oder darüber liegt, nehmen wir normalerweise nicht wahr – doch das bedeutet nicht, dass es nicht da ist. Infraschall bezeichnet Schallwellen mit Frequenzen unterhalb von 20 Hertz. Obwohl wir ihn nicht hören können, spüren wir ihn manchmal als Druckgefühl oder Vibration, etwa bei nahenden Zugfahrten, starken Windanlagen oder Gewittern. Infraschall kann über weite Strecken wandern und wird daher auch zur Überwachung natürlicher Phänomene wie Vulkanausbrüche oder Erdbeben genutzt.
Ganz anders verhält es sich mit Ultraschall. Er liegt jenseits der 20.000 Hertz und ist für uns ebenfalls unhörbar. Doch viele Tiere wie Fledermäuse oder Delfine nutzen Ultraschall zur Orientierung und Jagd. In der Technik kommt er beispielsweise in der Medizin (etwa bei Ultraschalluntersuchungen) oder in der Industrie zum Einsatz, um Materialien berührungslos zu prüfen.
Während Infraschall oft aus großen, kraftvollen Quellen stammt – wie etwa schweren Maschinen oder natürlichen Ereignissen – wird Ultraschall meist gezielt erzeugt. Beide Formen sind für den Menschen unsichtbar und unhörbar, spielen aber in Technik, Natur und Umweltmessung eine wichtige Rolle. Um sie zu erfassen, braucht es spezielle Messgeräte, die genau auf diese extremen Frequenzen abgestimmt sind.
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