Was passiert bei einem alkoholbedingten Blackout?

Wer schon einmal nach einer durchfeierten Nacht nur bruchstückhaft an den Abend zurückdenken konnte, kennt das: Man erinnert sich vage an Musik, Lachen – und dann plötzlich an gar nichts mehr. Dieser Zustand, umgangssprachlich „Filmriss“ genannt, ist medizinisch gesehen ein alkoholbedingter Blackout. Dabei bleibt das Kurzzeitgedächtnis quasi leer – die Erinnerungen werden schlichtweg nicht ins Langzeitgedächtnis übertragen.

Das passiert vor allem, wenn innerhalb kurzer Zeit viel Alkohol getrunken wird – etwa beim schnellen Kippen von Shots oder beim sogenannten „Binge Drinking“. Der Blutalkoholspiegel steigt rasant an, und das Gehirn, insbesondere die Hippocampus-Region, die für die Gedächtnisbildung zuständig ist, kann nicht mehr mithalten. Die Informationsverarbeitung bricht zeitweise zusammen. Die Betroffenen können währenddessen noch normal reden, tanzen oder sich unterhalten – doch später bleibt von alldem nichts im Gedächtnis.

Ein Blackout ist kein Zeichen von „starker Verträglichkeit“, sondern ein Warnsignal des Körpers. Wiederholte Vorfälle können langfristig die Gedächtnisleistung schädigen und auf Dauer zu kognitiven Problemen führen. Besonders junge Menschen, deren Gehirn noch in der Entwicklung ist, sind gefährdet.

Wichtig zu wissen: Nicht jeder, der viel trinkt, bekommt automatisch einen Blackout – genetische Faktoren, das Körpergewicht und der Mageninhalt spielen eine Rolle. Doch sicher ist: Wer regelmäßig solche Gedächtnislücken erlebt, sollte über seinen Alkoholkonsum nachdenken. Prävention beginnt oft schon mit kleinen Schritten – wie Pausen zwischen den Getränken, ausreichend Wasser trinken oder gar nicht erst übertreiben.

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