Ist Dinkel gesünder als Weizen?
Die Frage, ob Dinkelmehl gesünder ist als Weizenmehl, beschäftigt viele, die bewusster essen möchten. Dinkel hat in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen – nicht zuletzt, weil er als urtümlicheres Getreide gilt. Im Vergleich zum modernen Weizen wurde Dinkel tatsächlich weniger intensiv gezüchtet, was vielen als natürlicher und leichter verdaulich erscheint.
Was den Nährstoffgehalt angeht, sind sich Dinkel und Weizen jedoch gar nicht so unähnlich. Beide enthalten etwa gleich viel Eiweiß, Ballaststoffe und Kohlenhydrate. Dinkel punktet leicht durch einen etwas höheren Gehalt an Eiweiß und bestimmten Vitaminen wie B1 und B3, was ihn für manche besonders attraktiv macht. Auch das bessere Aminosäurenprofil wird oft hervorgehoben.
Trotzdem: Wer unter einer Weizenallergie oder Zöliakie leidet, sollte auch bei Dinkel vorsichtig sein – beide Getreidesorten enthalten Gluten und sind daher für Menschen mit Glutenunverträglichkeit nicht geeignet. Bei einer einfachen Verdauungsempfindlichkeit gegenüber modernem Weizen kann Dinkel für manche jedoch bekömmlicher sein.
Letztlich hängt die „Gesundheit“ des Mehls auch von der Verarbeitung ab: Vollkornmehle – egal ob aus Dinkel oder Weizen – liefern mehr Ballaststoffe und Nährstoffe als ihre hellen Pendants. Wer also auf Vollkorn setzt, macht bereits einen wichtigen Schritt hin zu einer ausgewogeneren Ernährung.
Fazit: Dinkel ist kein Wundermittel, aber eine wertvolle Alternative mit kleineren Vorteilen. Ob Dinkel oder Weizen – entscheidend ist, wie und in welcher Form das Mehl im Alltag genutzt wird.
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