Was ist Labskaus aus Hamburg?

Labskaus ist eine herzhafte Spezialität, die besonders in Hamburg und an der deutschen Küste zu Hause ist. Ursprünglich ein Gericht der Seefahrer, hat es sich zum beliebten Alltagsessen entwickelt – besonders bei regnerischem Wetter. Der Name soll von „Lobscouse“ stammen, einem englischen Seemannsgericht, das über die Hafenstadt nach Deutschland kam.

Der klassische Labskaus besteht aus gekochten Kartoffeln, die fein gestampft werden, dazu kommen gehackte Gewürzgurken, gekochtes Corned Beef oder Pökelfleisch – alles sorgfältig vermischt. Heute wird oft auch frisches Rinderhackfleisch verwendet, das in der Pfanne angebraten wird. Die Masse erhält so eine leicht knusprige Konsistenz, was dem Gericht eine besondere Note verleiht.

Was Labskaus optisch unverwechselbar macht, ist die typische Anrichtung: Der gestampfte Brei wird flach auf dem Teller verteilt, und darauf platziert man ein krosses Spiegelei. Daneben liegen stets dünne Scheiben gegrillte oder eingelegte Rote Bete, frische Zwiebelringe und natürlich ein ordentlicher Rollmops oder Matjesfilet. Der saure Fisch ergänzt die deftige Masse perfekt.

Obwohl es rustikal wirkt, hat Labskaus eine gewisse Tradition – besonders beim Matjes-Erntedankfest in Hamburg wird es gern serviert. Wer es einmal probiert hat, weiß: Es ist kein feines Gourmetgericht, aber dafür ehrlich, sättigend und voller nordischer Seele. Ein echter Hamburger Klassiker, der bis heute überzeugt.

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