Was passiert bei einem Liegetrauma?
Ein Liegetrauma ist eine lebensbedrohliche Situation, die oft unterschätzt wird. Es tritt ein, wenn eine Person stürzt und infolgedessen nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu helfen oder Hilfe zu holen. Besonders ältere Menschen sind betroffen, oft nach einem Sturz zu Hause, wo niemand sie sofort bemerkt.
Die Folgen können gravierend sein: Durch das längere Liegen entstehen Druckstellen, die sich schnell zu Wundliegen entwickeln können. Zudem drohen Unterkühlung, Dehydrierung oder Muskelabbau. Bei vorbestehenden Erkrungen wie zum Beispiel Diabetes oder Durchblutungsstörungen verschlimmern sich die Schäden oft noch schneller.
Die eigentliche Gefahr liegt nicht immer im Sturz selbst, sondern in der Zeit danach – der Zeit, in der niemand da ist, um zu helfen.Ein Liegetrauma kann innerhalb weniger Stunden zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen, manchmal sogar zum Tod. Gerade alleinlebende Senioren sind hier besonders gefährdet. Viele bemerken erst spät, wie schnell so eine Situation eskalieren kann.
Prävention ist deshalb wichtig: Sturzpräventive Maßnahmen im Haushalt, die Nutzung von Notrufsystemen oder regelmäßige Kontaktaufnahme durch Angehörige können Leben retten. Auch das Bewusstsein in der Öffentlichkeit muss gestärkt werden – denn ein Liegetrauma ist keine Seltenheit, sondern eine reale Gefahr im Alter.
Je schneller Hilfe kommt, desto geringer sind die Folgeschäden. Deshalb zählt hier jede Minute.
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