Die schleichende Gefahr: Was passiert bei dauerhaftem Bluthochdruck?
Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck, in der Fachmedizin als Hypertonie bezeichnet, bleibt von vielen Betroffenen jahrelang unbemerkt. Das macht ihn so tückisch. Da die Erkrankung lange Zeit keine Schmerzen oder eindeutigen Symptome verursacht, werden die Risiken häufig unterschätzt. Doch im Verborgenen richtet der hohe Druck in den Gefäßen schwere Schäden an, die meist erst dann sichtbar werden, wenn es bereits zu Spätfolgen gekommen ist.
Die Hauptleidtragenden des permanenten Überdrucks sind die Blutgefäße. Durch die ständige Überbeanspruchung verhärten sich die Gefäßwände, verlieren ihre Elastizität und verengen sich zunehmend. Diese Gefäßverkalkung, auch Arteriosklerose genannt, behindert den gesunden Blutfluss. Das Herz muss dadurch immer kräftiger pumpen, um den Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Diese Dauerbelastung führt dazu, dass sich der Herzmuskel krankhaft verdickt und mit der Zeit an Elastizität verliert. Eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder im schlimmsten Fall ein Herzinfarkt können die Folge sein.
Neben dem Herzen sind vor allem Organe mit feinen Gefäßstrukturen gefährdet. Besonders die Nieren leiden unter dem hohen Druck, was bis zum chronischen Nierenversagen führen kann. Auch das Gehirn ist akut bedroht: Verstopft ein durch den Hochdruck geschädigtes Gefäß oder platzt es unter der Belastung, kommt es zu einem Schlaganfall. Um diesen lebensbedrohlichen Folgeschäden vorzubeugen, ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend. Regelmäßige Kontrollen und ein gesunder Lebensstil helfen, den Blutdruck dauerhaft in Schach zu halten.
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