Wenn das Atmen in der Nacht stockt
Manchmal passiert nachts etwas, das viele nicht einmal bemerken – und das doch lebensgefährlich sein kann. Dabei handelt es sich um die sogenannte Schlaf-Apnoe. Im Schlaf erschlafft die Muskulatur im Rachen, die Zunge rutscht nach hinten, und der weiche Gaumen fällt zusammen. Dadurch verengt oder verschließt sich der Atemweg zur Lunge.
Die Folge ist erschreckend: Der Atem stoppt – für mehrere Sekunden, manchmal sogar Minuten. Der Körper bekommt nicht genügend Sauerstoff, das Herz muss stärker arbeiten, das Gehirn wird unterversorgt. Oft wachen Betroffene kurz auf, ohne es bewusst wahrzunehmen – meist begleitet von einem lauten Schnarchen oder einem Räuspern.
Wer regelmäßig in dieser Art aus dem Schlaf hochschreckt, leidet oft unter ständiger Müdigkeit am Tag, Konzentrationsschwierigkeiten und Reizbarkeit. Langfristig erhöht die wiederholte Sauerstoffunterversorgung das Risiko für Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder sogar einen Schlaganfall.
Die gute Nachricht: Schlaf-Apnoe lässt sich behandeln. Eine Untersuchung im Schlaflabor kann Klarheit schaffen. Oft hilft bereits eine spezielle Atemmaske, die nachts getragen wird. Auch Gewichtsreduktion oder eine veränderte Schlafposition können helfen.
Wenn Sie oder Ihr Partner nachts häufig das Atmen einstellen oder stark schnarchen, sollten Sie das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Oft steckt mehr dahinter als nur Lärm – es könnte ein Zeichen dafür sein, dass der Körper im Schlaf um Luft ringt.
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