Kurz gesagt

§ 151 BGB besagt, dass ein Vertrag auch ohne ausdrückliche Annahme zustande kommt, wenn nach der Verkehrssitte keine mündliche oder schriftliche Zustimmung erwartet wird. Dies gilt z. B. beim Kauf im Supermarkt oder bei Restaurantbestellungen.

Das Wichtigste

  • Vertrag kann ohne ausdrückliche Annahme entstehen
  • Keine mündliche oder schriftliche Zustimmung nötig
  • Gültig, wenn Verkehrssitte das verlangt
  • Beispiele: Supermarkt, Restaurant
  • Handlung muss eindeutig sein

§ 151 BGB ermöglicht Verträge ohne ausdrückliche Annahme, wenn die Verkehrssitte keine mündliche oder schriftliche Zustimmung verlangt.

Wann greift die Regel?

Die Bestimmung gilt, wenn der Vertragspartner keine ausdrückliche Zustimmung erwartet. Typische Fälle sind:

  • Supermarkt: Ware wird mitgenommen und bezahlt.
  • Restaurant: Bestellung wird aufgenommen und bezahlt.
  • Ausschreibungen: Auftraggeber verzichtet auf Rückmeldung.

Was muss die Handlung sein?

Die Annahme gilt nur bei eindeutigen Handlungen. Ein Blick in ein Schaufenster reicht nicht; Mitnehmen einer Ware oder Einnehmen eines Sitzplatzes zählt.

Häufige Fragen

Kann § 151 BGB bei Online-Shops angewendet werden?

Ja, wenn keine mündliche oder schriftliche Zustimmung erwartet wird, gilt die Regel. Beim Online‑Kauf erfolgt die Annahme durch das Anklicken des Bestellbuttons und die Zahlung.

Gilt § 151 BGB auch für Mietverträge?

Nein, Mietverträge erfordern in der Regel eine ausdrückliche Annahme. § 151 BGB ist für Kauf- und Dienstleistungsverträge gedacht.

Siehe auch

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