Folgen einer MRSA-Infektion: Warum das Bakterium so gefährlich ist

Das Bakterium MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) gehört zu den sogenannten Krankenhauskeimen. Während eine reine Besiedlung der Haut meist harmlos bleibt, kann eine echte Infektion für betroffene Personen gravierende gesundheitliche Konsequenzen haben.

Tritt der Erreger über Wunden oder Schleimhäute in den Körper ein, löst er unterschiedliche Krankheitsbilder aus. Häufige Folgen sind schwer verlaufende Wundinfektionen oder Harnwegsinfektionen. Gelangt das Bakterium tief in das Gewebe oder die Organe, kann es zu einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung oder einer Blutvergiftung (Sepsis) kommen.

Das Hauptproblem bei MRSA liegt nicht unbedingt darin, dass das Bakterium aggressiver ist als normale Staphylokokken, sondern in seiner Widerstandsfähigkeit. Er ist gegen die meisten gängigen Penicilline und Standard-Antibiotika immun. Für Ärztinnen und Ärzte ist die Auswahl an wirksamen Reserve-Antibiotika daher extrem begrenzt, was die Behandlung kompliziert und deutlich verzögert.

Besonders gefährdet sind geschwächte Personen in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen. Eine konsequente Händehygiene und strenge Isolationsmaßnahmen sind entscheidend, um die Ausbreitung des Keims zu verhindern und Risikogruppen zu schützen.

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