Was tun bei Vorhofflimmern?

Wenn Sie plötzlich ein unregelmäßiges oder stark beschleunigtes Herzrasen verspüren, könnte es sich um Vorhofflimmern handeln – eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen. Oft ist es nicht lebensbedrohlich, aber lästig und beängstigend. Neben der ärztlichen Behandlung gibt es einige Maßnahmen, die Sie direkt selbst ausprobieren können.

Ein bewährter Trick ist der Valsalva-Versuch: Atmen Sie tief ein, halten Sie die Luft an, pressen Sie dann gegen den verschlossenen Rachen – ähnlich wie beim Stuhlgang. Dies aktiviert den Vagusnerv und kann den Herzrhythmus verlangsamen. Ähnlich wirkt auch das schnelle Trinken von kaltem, kohlensäurehaltigem Wasser. Die Kälte und das Sprudeln reizen die Nerven im Magen- und Rachenraum und können den Rhythmus stabilisieren.

Auch ein Stück Eis auf der Zunge kann helfen – wiederum durch Abkühlung und Reizung des Vagusnervs. Eine Karotissinusmassage – vorsichtig am Haltepuls durchgeführt – kann bei manchen Patienten wirken, sollte aber nur unter ärztlicher Anleitung versucht werden, besonders bei älteren Menschen oder bei Gefäßproblemen.

Wichtig ist: Wenn die Beschwerden länger andauern, Sie Atemnot haben, Schmerzen in der Brust verspüren oder sich unsicher fühlen, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf. Langfristig helfen Medikamente, Lebensstiländerungen und gegebenenfalls eine Ablation, um dem Vorhofflimmern gezielt zu begegnen. Informieren Sie sich gut – beispielsweise auf kardiologie-saalkreis.de.

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