Was hilft bei einer verstopften Milchdrüse?
Ein Milchstau trifft viele frischgebackene Mütter meist völlig unvorbereitet. Plötzlich schmerzt die Brust, fühlt sich hart an oder weist eine spürbare Verhärtung auf. Wenn eine Milchdrüse verstopft ist, ist schnelles, aber behutsames Handeln wichtig, um eine schmerzhafte Brustentzündung (Mastitis) zu vermeiden.
Der wichtigste Schritt zur Linderung ist das häufige und effektive Entleeren der Brust. Legen Sie Ihr Baby am besten zuerst an der betroffenen Seite an, da der Saughunger zu Beginn am größten ist. Ein bewährter Hebammentrick: Positionieren Sie das Kind so, dass sein Kinn in Richtung des verhärteten Knotens zeigt. So wird dieser Bereich beim Trinken besonders gut massiert und entleert.
Vor dem Stillen kann Wärme Wunder wirken. Eine warme Dusche oder eine warme Kompresse auf der betroffenen Brust erweitert die Milchkanäle und regt den Milchfluss an. Während das Baby trinkt, können Sie den Knoten zudem mit sanftem Druck in Richtung Brustwarze ausstreichen. Gehen Sie dabei jedoch vorsichtig vor, um das ohnehin beanspruchte Gewebe nicht zu verletzen.
Nach dem Stillen sorgt Kälte für Entlastung. Ein kühler Quarkwickel oder ein Coldpack (in ein Tuch gewickelt) wirkt abschwellend und schmerzlindernd. Zudem gilt: Vermeiden Sie enge Kleidung oder zu straffe BHs, da diese die Milchgänge abklemmen können. Gönnen Sie sich vor allem viel Ruhe und legen Sie sich mit Ihrem Baby ins Bett – Stress ist ein häufiger Auslöser für einen Milchstau. Sollten die Beschwerden trotz dieser Maßnahmen länger als 24 bis 48 Stunden anhalten oder Fieber und Schüttelfrost hinzukommen, ist der Weg in eine Arztpraxis oder zur Hebamme unerlässlich.
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