Wie viel Steuern fallen bei einer Rente von 2200 € an?
Wenn man eine monatliche Rente von 2200 Euro bezieht, stellt sich natürlich die Frage, wie viel davon tatsächlich netto zur Verfügung steht. Die Antwort hängt unter anderem vom Geschlecht und dem Alter ab – vor allem, weil Frauen im Durchschnitt länger leben als Männer und daher im Rentenbeginn einen anderen Besteuerungsanteil haben.
Bei einer Rente von 2200 Euro monatlich fallen für Männer laut aktueller Regelung etwa 5 % Steuern und Sozialabgaben an. Das bedeutet: Rund 110 Euro pro Monat werden abgezogen. Für Frauen liegt der Abzug in dieser Einkommensklasse bei 0 %, da ihre statistisch längere Lebenserwartung im Steuermodell berücksichtigt wird.
Wichtig ist zu wissen, dass es sich hier um den sogenannten Ertragsanteil handelt – also den Teil der Rente, der steuerpflichtig ist. Der Rest gilt als steuerfreie Auszahlung des angesparten Kapitals. Wer zusätzlich andere Einkünfte hat, etwa aus einer Teilzeitstelle oder Kapitalvermögen, kann unter Umständen doch in die Steuerpflicht kommen und muss eine Steuererklärung abgeben.
Die genauen Sätze finden sich in der Rentenbesteuerungstabelle der deutschen Finanzbehörden. Sie staffeln sich je nach Höhe der Rente und steigen bei niedrigeren Beträgen stärker an. Ab 2400 Euro monatlich sinkt der Abzug für Männer sogar auf 1 %.
Ein Beispiel: Ein 67-jähriger Mann mit 2200 Euro Rente behält netto also etwa 2090 Euro, während eine gleichaltrige Frau oft die volle Summe ohne Abzug erhält. Wer sicher gehen will, sollte seine individuelle Situation mit einem Steuerberater besprechen – besonders wenn Nebeneinkünfte ins Spiel kommen.
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