Steuerpflichtige Rentner in Deutschland: Wie viele zahlen Steuern?

Im Jahr 2022 haben rund 22 Millionen Menschen in Deutschland eine Rente bezogen – sei es aus der gesetzlichen, betrieblichen oder privaten Altersvorsorge. Diese Zahlen stammen vom Statistischen Bundesamt und zeigen, wie groß die Bedeutung der Rente als Einkommensquelle im Alter ist. Insgesamt wurden dabei Leistungen in Höhe von knapp 363 Milliarden Euro ausgezahlt.

Doch nicht jeder Rentner muss Steuern zahlen. In Deutschland ist ein Teil der Rente steuerfrei, der andere jedoch – zumindest teilweise – steuerpflichtig. Tatsächlich zählten rund zwei Drittel der ausgezahlten Rentenleistungen, also etwa 241 Milliarden Euro, zu den steuerpflichtigen Einkünften. Das bedeutet: Eine große Zahl der Rentner hat steuerliche Pflichten, auch wenn viele nur geringe Beträge abführen müssen.

Wann genau Steuern anfallen, hängt vom individuellen Einkommen ab. Wer neben der Rente noch andere Einkünfte hat – etwa aus einer Teilzeitstelle oder aus Vermietung – oder wer eine hohe private oder betriebliche Rente bezieht, gerät schneller in den steuerpflichtigen Bereich. Seit der schrittweisen Einführung der nachgelagerten Besteuerung („Riester-Modell“) wird immer ein größerer Teil der Rente mit der Zeit steuerpflichtig – aktuell liegt der Freibetrag je nach Geburtsjahr zwischen 18 und 22 Prozent.

Die meisten Ruheständler müssen ihre Steuererklärung dennoch nicht jedes Jahr einreichen – es sei denn, das Finanzamt fordert dazu auf oder es liegen Nebeneinkünfte vor. Dennoch lohnt sich oft ein freiwilliger Abgabetermin: Denn Werbungskostenabzüge oder Sonderausgaben können zu einer Erstatterung führen.

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