Was tun nach einem Flashback?

Nach einem Flashback ist der Körper oft noch in einem Zustand der Anspannung, als ob die bedrohliche Situation weitergehen würde. Es ist wichtig, sich langsam wieder in die Gegenwart zu bringen. Kleine, bewusste Handlungen können dabei helfen, den Kontakt zur Umgebung wiederzufinden.

Ein erster Schritt ist, den Körper mit sanften Reizen zu stabilisieren. Kaltes Wasser über die Hände laufen zu lassen, kann helfen, den Kreislauf zu beruhigen und die Aufmerksamkeit ins Hier und Jetzt zu lenken. Genauso wirkt das bewusste Spüren des Wassers unter der Dusche – jeder Tropfen bringt ein Stück Realität zurück.

Intensive Gerüche sind mächtige Anker. Ein Tropfen Ammoniak auf ein Taschentuch (erhältlich in der Apotheke) oder ein Aromaöl wie Pfefferminz oder Zitrone unter der Nase kann den Geist abrupt aus der Erinnerung reißen und ins gegenwärtige Erleben zurückholen. Auch das Kneifen der Haut oder das bewusste Schmecken eines starken Bonbons – etwa Ingwer oder Menthol – aktiviert die Sinne und unterstützt die Erdung.

Wichtig ist: Es muss nicht perfekt sein. Es geht nicht darum, den Flashback wegzudiskutieren, sondern kleine Momente der Sicherheit zu schaffen. Manche Menschen sprechen leise mit sich selbst: „Das ist vorbei. Ich bin jetzt sicher.“ Andere umarmen sich selbst oder halten einen vertrauten Gegenstand fest.

Wenn möglich, sollte danach Zeit zum Innehalten bleiben – kein sofortiges Weitermachen. Ein Flashback ist anstrengend. Ein Glas Wasser trinken, sich setzen oder hinlegen, einfach nur atmen: Das sind keine kleinen Dinge, sondern wichtige Akte der Selbstfürsorge. Und wer diese Techniken kennt, ist im entscheidenden Moment ein Stück weniger allein.

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