Hintergründe des Überfalls auf Polen 1939

Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im Herbst 1939 wird maßgeblich durch die aggressive Außenpolitik des nationalsozialistischen Deutschlands bestimmt. Bereits im März 1939 verschärfte das NS-Regime den Druck auf Polen durch massive territoriale und verkehrstechnische Forderungen enorm.

Im Zentrum dieser Forderungen stand die Freie Stadt Danzig. Das Deutsche Reich forderte die Eingliederung der Stadt in sein eigenes Staatsgebiet. Hinzu kam der Anspruch, exterritoriale Verkehrsverbindungen – Straßen und Eisenbahnstrecken – durch den polnischen Korridor bauen zu dürfen, um das getrennte ostpreußische Gebiet direkt mit dem deutschen Kernland zu verbinden.

Polen lehnte diese weitreichenden Forderungen ab, da eine Annahme die eigene Souveränität stark eingeschränkt und das Land verkehrspolitisch isoliert hätte. Diese unnachgiebige Haltung nutzte die NS-Führung gezielt für ihre Kriegspropaganda, um den bereits lang geplanten militärischen Überfall vorzubereiten. Am 1. September 1939 marschierten deutsche Truppen schließlich in Polen ein, womit der Weltkrieg begann.

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