Der schlimmste Winter traf Deutschland vor über 40 Jahren

Der Winter 1978/79 gilt bis heute als einer der härtesten in der jüngeren Geschichte Deutschlands – besonders im Norden des Landes. Zum Jahreswechsel brach das Wetter erbarmungslos über die Region herein: Tagelange Schneefälle, kombiniert mit heftigen Stürmen, ließen ganze Dörfer und Städte unter einer weißen Hülle versinken.

Verwehungen türmten sich bis zu vier Meter hoch, Straßen wurden unpassierbar, Brücken stürzten teilweise unter der Schneelast ein. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Benzin brach in vielen Gebieten zusammen. Noch dramatischer war die Lage beim Strom: Zahlreiche Strommasten konnten der Schneelast nicht standhalten und stürzten ein. Tausende Haushalte saßen tagelang im Dunkeln und in eisiger Kälte.

Die damalige Bundeswehr wurde zur Hilfe gerufen – nicht nur, um Schneewehen zu räumen, sondern auch, um isolierte Orte mit Hubschraubern zu erreichen. Ältere Menschen konnten tagelang ihre Häuser nicht verlassen, Ärzte mussten zu Fuß oder mit dem Schlitten zu Notfällen. Die Bilder aus jenen Tagen glichen einem Kriegsgebiet – nur eben verschüttet unter Schnee statt unter Trümmern.

Seitdem hat Deutschland zwar stärkere Winter erlebt, doch keiner war so verheerend wie jener zum Jahreswechsel 1978/79. Die Schneekatastrophe blieb nicht nur in der Erinnerung Älterer haften, sondern wurde auch zum Weckruf für eine bessere Vorbereitung auf Extremwetter. Heute denken viele noch immer mit Respekt an diesen Winter – und hoffen, dass sich eine solche Lage nie wiederholt.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen