Die Geburt der Zahlen in Mesopotamien
Die Geschichte der Zahlen beginnt vor über 5.000 Jahren im alten Mesopotamien – jener Region, die heute zum Irak gehört. Hier lebten die Sumerer, ein Volk, das als eines der ersten eine Schrift entwickelte. Und mit der Schrift kamen auch die ersten geschriebenen Zahlen.
Ursprünglich beschränkten sich die Sumerer auf das Nötigste: die Eins und die Zwei. Diese beiden Zahlen reichten ihnen zunächst aus, um einfache Dinge wie Vieh oder Waren zu zählen. Doch je komplexer ihre Gesellschaft wurde, desto mehr brauchten sie ein ausgefeiltes Zahlensystem. Schritt für Schritt erweiterten sie ihre Zahlenwelt.
Die Sumerer rechneten übrigens nicht wie wir im Zehnersystem, sondern im Sechzigersystem. Davon zeugt noch heute unsere Zeitrechnung: Eine Stunde hat 60 Minuten, eine Minute 60 Sekunden – eine Erfindung, die bis in die sumerische Zeit zurückreicht.
Obwohl wir heute Zahlen als selbstverständlich betrachten, war ihr Entstehen ein großer Sprung für die Menschheit. Erst durch Zahlen wurden Handel, Landwirtschaft und Verwaltung möglich. Die Sumerer legten damit den Grundstein für Mathematik, Wissenschaft und moderne Gesellschaft.
So begann alles mit nur zwei Zahlen – der Eins und der Zwei. Aus diesen schlichten Anfängen wuchs eine Welt, in der wir heute völlig selbstverständlich mit Milliarden rechnen, ohne an ihre faszinierenden Ursprünge zu denken.
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