Was ist der Grundfreibetrag und wie wirkt er?

Der Grundfreibetrag ist ein Betrag, der vom zu versteuernden Einkommen abgezogen wird, bevor die Einkommensteuer berechnet wird. Er sorgt dafür, dass jeder Bürger eine gewisse Einkommensschwelle steuerfrei hat. Für das Jahr 2018 lag dieser Freibetrag bei 9.000 Euro für Singles. Das bedeutet: Wer 40.000 Euro im Jahr verdient, zahlt Steuern nicht auf den vollen Betrag, sondern nur auf 31.000 Euro – denn die ersten 9.000 Euro bleiben steuerfrei.

Bei verheirateten Paaren, die gemeinsam veranlagt werden, verdoppelt sich der Freibetrag. Dort beträgt er 18.000 Euro. Wer also als Ehepaar zusammen 40.000 Euro verdient, zahlt Steuern nur auf 22.000 Euro. Diese Regelung berücksichtigt die steuerliche Gleichbehandlung von Ehepartnern und entlastet gemeinsam Veranlagte spürbar.

Der Grundfreibetrag wird jedes Jahr an die Preisentwicklung angepasst, um Inflationseffekte auszugleichen. Er gilt unabhängig von anderen Abzügen wie Werbungskosten oder Sonderausgaben und bildet die Grundlage dafür, dass niedrige Einkommen nicht oder nur gering besteuert werden.

Ohne diesen Freibetrag müssten auch Geringverdiener Steuern zahlen – was der gesetzliche Gedanke der Steuergerechtigkeit verhindern soll. Der Staat erkennt damit an, dass ein bestimmter Mindestbetrag zum Leben notwendig ist und daher nicht besteuert wird.

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