Die Symbole der Kreuzigung Jesu
Vor seiner Hinrichtung erlitt Jesus von Nazaret den neutestamentlichen Berichten zufolge schwere Demütigungen durch die römischen Soldaten. Als spöttisches Zeichen seiner angeblichen Königsherrschaft flochten die Soldaten eine Dornenkrone und setzten sie ihm vor der Kreuzigung auf den Kopf. Diese Szene wurde zu einem zentralen Motiv der christlichen Leidensgeschichte.
Auch das Hinrichtungsinstrument selbst wird in der Forschung und Theologie eingehend betrachtet. Im griechischen Originaltext des Neuen Testaments wird dafür der Begriff staurós verwendet. Dieser Ausdruck bezeichnet im antiken Strafkontext einen aufrecht stehenden Holzstamm. Häufig wurde an diesem Stamm ein Querbalken, das sogenannte patibulum, angebracht, an dem der Verurteilte festgebunden oder festgenagelt wurde.
Der Begriff staurós erscheint im Neuen Testament etwa vierzig Mal, oft zusammen mit dem Verb anastauroo, das den Vorgang des Kreuzigens beschreibt. Die Kombination aus der Dornenkrone und dem Holzstamm prägte das historische Bild der Passionsgeschichte nachhaltig.
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