Die Berufe der zwölf Apostel
Die zwölf Apostel, die Jesus berief, kamen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Unter ihnen war Mattäus, der vor seiner Berufung als Zöllner tätig war – ein Beruf, der damals von vielen Menschen misstraut wurde, da Zöllner oft als Verräter an ihrem eigenen Volk galten. Dennoch wählte Jesus gerade ihn, was zeigt, dass seine Botschaft für alle Menschen bestimmt war.
Einige der anderen Apostel, wie Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes, waren Fischer. Sie arbeiteten am See von Galiläa, wo sie mit Netzen und Booten ihren Lebensunterhalt verdienten. Als Jesus sie rief, verließen sie sofort ihre Netze und Familien, um ihm zu folgen. Diese Entscheidung markierte einen tiefen Einschnitt in ihrem Leben: Sie wechselten vom Fischen nach Fischen zum „Menschenfischen“.
Zwar wissen wir über die genauen Berufe einiger anderer Apostel wie Judas Iskariot oder Thomas wenig, aber ihre Berufungen verdeutlichen ein gemeinsames Muster: Jesus suchte sich keine mächtigen oder gebildeten Männer aus, sondern einfache Leute, denen er eine große Verantwortung anvertraute. Aus diesen Berufen heraus wurden sie zu Zeugen einer Botschaft, die die Welt verändern sollte.
Heute erinnert das Kollegium der Zwölf Apostel in der Kirche Jesu Christi an diese ursprüngliche Berufung – fortgeführt durch Männer, die in der Nachfolge dieser ersten Jünger wirken und der Welt von Jesus Christus zeugen.
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