Typische Blutwerte beim Morbus Addison beim Hund
Der Morbus Addison, auch bekannt als hypoadrenokortikale Insuffizienz, ist eine seltene, aber ernste Erkrankung bei Hunden. Sie entsteht, wenn die Nebennierenrinden nicht ausreichend Hormone wie Aldosteron und Cortisol produzieren. Die Diagnose kann schwierig sein, da die Symptome oft unspezifisch sind – wie Schwäche, Erbrechen, Durchfall oder plötzliche Erschöpfung. Ein entscheidender Hinweis im Laborbefund ist das Verhältnis von Natrium zu Kalium im Blut.
Ein gesundes Hundekind zeigt normalerweise ein Natrium-Kalium-Verhältnis zwischen 27:1 und 40:1. Bei einem Hund mit Morbus Addison hingegen fällt dieses Verhältnis deutlich ab – oft unter 20:1, manchmal sogar nahe 10:1. Dies geschieht, weil der Mangel an Aldosteron dazu führt, dass der Körper zu viel Natrium über den Urin verliert und gleichzeitig Kalium nicht mehr ausreichend ausscheidet. Diese Elektrolytstörung ist ein klassisches Zeichen der Erkrankung.Weitere auffällige Werte können eine verminderte Natriumkonzentration (Hyponatriämie) und eine erhöhte Kaliumkonzentration (Hyperkaliämie) sein. Oft zeigen betroffene Hunde auch eine niedrige Urin-Konzentrationsfähigkeit oder eine leichte Azidose. Die endgültige Diagnose wird jedoch meist mittels eines ACTH-Stimulationstests gesichert.
Wird der Morbus Addison rechtzeitig erkannt und behandelt, können betroffene Hunde oft ein normales, beschwerdefreies Leben führen. Wichtig ist eine lebenslange Hormonersatztherapie und regelmäßige Kontrollen der Blutwerte, besonders des Elektrolythaushalts.
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