Welche Punkte bei Übelkeit helfen

Wenn Übelkeit plötzlich zuschlägt – sei es durch Reisekrankheit, Schwangerschaft oder Verdauungsprobleme – helfen oft einfache Akupressurpunkte, um Linderung zu finden. Einer der bekanntesten und am besten erforschten Punkte ist der Perikard 6, auch P6 genannt.

Dieser Punkt liegt auf der Innenseite des Unterarms, etwa zwei Daumenbreiten unterhalb der Handgelenksfalte, mittig zwischen den beiden Sehnen. Drückt man hier sanft, aber bestimmt für etwa 30 Sekunden bis eine Minute mit dem Zeige- oder Mittelfinger, kann sich eine beruhigende Wirkung einstellen. Viele Menschen bemerken bereits nach kurzer Zeit eine deutliche Besserung der Übelkeit.

Perikard 6 wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) seit Jahrhunderten genutzt, um Magen-Darm-Beschwerden, Erbrechen und Schwindelgefühl zu lindern. Heute finden sich sogar Armbänder auf dem Markt, die genau an dieser Stelle Druck ausüben – besonders beliebt bei Flugreisenden und Schwangeren.

Doch nicht nur am Arm lassen sich hilfreiche Punkte finden. Auch bestimmte Stellen am Bauch, wie direkt unter dem Brustbein oder rund um den Nabel, können bei Magenunwohlsein und Übelkeit mit sanftem Kreisen gelindert werden. Die Wirkung beruht darauf, dass die Durchblutung angeregt und die Muskulatur im Magenbereich entspannt wird.

Die Methode ist einfach, natürlich und hat keinerlei Nebenwirkungen. Bei anhaltenden Beschwerden sollte jedoch immer ein Arzt hinzugezogen werden. Doch für schnelle Hilfe in Alltagssituationen ist die Akupressur eine wertvolle, uralte Unterstützung.

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