Welche Steuerklasse sollten verheiratete Rentner wählen?
Wenn ein Ehepaar in die Rente geht, stellt sich oft die Frage: Welche Steuerklasse lohnt sich am meisten? Besonders dann, wenn ein Partner deutlich mehr Rente bezieht als der andere, kann eine geschickte Wahl der Steuerklasse bares Geld sparen.
Steuerklasse III und V: Eine kluge KombinationWenn ein Ehepartner rund 60 Prozent oder mehr des gemeinsamen Einkommens erhält, kann es sinnvoll sein, dass dieser die Steuerklasse III wählt – der niedrig verdienende Partner dann die Steuerklasse V. Diese Kombination sorgt dafür, dass die Steuerlast insgesamt sinkt. Denn die Steuerklasse III senkt den Abzug bei dem höher verdienenden Ehepartner, während die Steuerklasse V beim anderen Partner zwar höhere Abzüge verursacht, aber aufgrund des geringeren Einkommens insgesamt günstiger bleibt.
Wichtig ist: Diese Regelung gilt nicht nur für Arbeitnehmer, sondern auch für Rentner, solange noch eine Erwerbstätigkeit besteht oder Einkünfte aus Rente und Nebenbeschäftigung anfallen. Sobald beide Ehepartner keine Einkünfte mehr aus Arbeit oder Rente beziehen, spielt die Steuerklassenwahl keine Rolle mehr – dann werden beide automatisch in die Steuerklasse IV eingestuft.
Tipp:Wer unsicher ist, sollte einen Steuerberater konsultieren oder beim Finanzamt nachfragen. Oft lohnt sich ein Wechsel der Steuerklasse erst im Laufe des Ruhestands, je nach Entwicklung der Einkünfte. Mit der richtigen Entscheidung kann man so im Alter mehr Netto vom Brutto behalten – und das macht die Rente gleich etwas komfortabler.
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