Persistierende Viren: Wenn Krankheitserreger im Körper bleiben

Manche Viren verschwinden nach einer akuten Infektion nicht wieder vollständig aus dem Organismus. Stattdessen nisten sie sich dauerhaft im Gewebe ein – Medizinwissenschaftler sprechen in diesem Zusammenhang von einer persistierenden Infektion. Bekannte Beispiele für solche Erreger sind das HIV-Virus sowie die Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Viren.

Während einer solchen chronischen Phase entwickelt sich ein hochkomplexes Gleichgewicht zwischen der viralen Replikation und der antiviralen Immunität des Körpers. Das Virus vermehrt sich kontinuierlich auf einem gewissen Niveau, während das Immunsystem dauerhaft versucht, die Erregerlast zu kontrollieren. Zwar gelingt es der Abwehr nicht, das Virus vollständig zu eliminieren, doch hält sie die Infektion oft jahrelang in Schach. Dieses empfindliche Unentschieden führt dazu, dass die Erreger über Jahrzehnte im Körper verbleiben können, ohne dass es sofort zu einer vollständigen Zerstörung des Wirtsgewebes kommt.

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