Wer ist besonders von Vorhofflimmern betroffen?

Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung in Deutschland und betrifft vor allem Menschen, die bereits unter anderen Gesundheitsproblemen leiden. Besonders häufig tritt es bei Patienten mit Bluthochdruck auf. Dieser belastet das Herz über Jahre – oft unbemerkt – und führt langfristig zu strukturellen Veränderungen. Eine dieser ersten sichtbaren Veränderungen ist die Erweiterung des linken Vorhofs, ein Warnsignal des Körpers, dass das Herz unter Dauerstress steht.

Neben dem Bluthochdruck erhöhen auch andere Erkrankungen das Risiko: Dazu gehören Koronare Herzkrankheiten, eine Herzmuskelschwäche oder Schilddrüsenüberfunktion. Auch Übergewicht, Diabetes und ständiger Alkoholkonsum spielen eine Rolle. Das Erkrankungsrisiko steigt zudem mit dem Alter – viele Betroffene sind über 65 Jahre alt.

Doch nicht nur körperliche Faktoren zählen. Studien zeigen, dass auch langfristiger Stress und Schlafapnoe die Entstehung von Vorhofflimmern begünstigen können. Oft bleibt die Erkrankung lange Zeit unbemerkt, da viele Patienten keine klaren Symptome spüren. Andere wiederum leiden unter Herzrasen, Atemnot oder Erschöpfung.

Wichtig ist: Wer zu einer Risikogruppe gehört, sollte regelmäßig am Herzen kontrollieren lassen. Eine frühzeitige Diagnose kann helfen, langfristige Komplikationen wie Schlaganfall oder Herzinsuffizienz zu vermeiden. Die Behandlung richtet sich dann gezielt auf die Grunderkrankung – etwa durch Blutdrucksenkung oder Lebensstiländerungen.

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