Was aus den Real-Märkten geworden ist

Früher war Real eine feste Größe unter den deutschen Warenhausmärkten. Bis 2020 gehörte die Kette zur Metro-Gruppe, die mit großen Filialen im Lebensmitteleinzelhandel präsent war. Doch dann änderte sich die Lage grundlegend.

Im Zuge eines Unternehmensumbruchs wurde Real verkauft – und zwar an die SCP-Gruppe, eine internationale Investmentgesellschaft. Diese hatte jedoch nicht vor, die Märkte langfristig als Real-Filialen weiterzuführen. Stattdessen begann eine schrittweise Zerschlagung des Konzerns: Viele Standorte wurden geschlossen, wo die wirtschaftliche Perspektive fehlte.

Andere Flächen hingegen wurden lukrativ weiterverwertet. Große Händler wie Kaufland, Edeka, Rewe oder Globus übernahmen zahlreiche Standorte und passten sie an ihre Konzepte an. So findet man heute an ehemaligen Real-Orten oft einen neuen Supermarkt oder ein anderes Großhandelsangebot.

Die Marke Real, die einst in vielen Städten sichtbar war, ist damit fast vollständig verschwunden. Lediglich vereinzelte Märkte tragen noch den Namen – oft in fremder Trägerschaft oder unter neuen Besitzern, die das Konzept anders nutzen.

Ein neuer Investor, über den im Frühjahr 2023 berichtet wurde, könnte einzelne Standorte wiederbeleben – möglicherweise mit einem Mix aus Lebensmitteln, Non-Food-Artikeln und Services. Ob dies eine Rückkehr der Marke bedeuten könnte, bleibt abzuwarten. Doch bislang deutet wenig auf eine große Wiederbelebung hin.

Die Geschichte von Real zeigt, wie schnell sich der Einzelhandel wandelt – und wie selbst große Ketten nicht für die Ewigkeit gebaut sind.

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