Wie du bei einer Panikattacke helfen kannst

Wenn jemand neben dir eine Panikattacke hat, kann es erschreckend wirken – sowohl für die betroffene Person als auch für dich. Doch du kannst viel bewirken, einfach dadurch, dass du ruhig bleibst. Panik ist ansteckend, aber Gelassenheit auch. Je gefasst du bleibst, desto eher kann sich die andere Person auf dich verlassen.

Rede mit klarer, ruhiger Stimme. Verwende kurze, einfache Sätze. Statt zu sagen „Beruhige dich!“, kannst du fragen: „Wie kann ich dir gerade helfen?“ Das gibt Sicherheit und zeigt: Du bist da, ohne Druck auszuüben. Manchmal reicht schon die Gewissheit, nicht allein zu sein.

Vermeide es, Dinge zu vermuten oder Befehle zu geben. Niemand will in diesem Moment bevormundet werden. Frag stattdessen konkret: „Möchtest du sitzen oder frische Luft? Soll ich bei dir bleiben?“ So übernimmst du keine Kontrolle, sondern bietest Unterstützung auf Augenhöhe.

Einige Menschen mit Panikattacken profitieren von einfachen Atemübungen – aber nur, wenn sie selbst danach fragen oder offen dafür sind. Erzwungene Techniken können helfen, wirken aber manchmal wie ein weiterer Stressfaktor. Wichtig ist: Du musst nichts „lösen“. Oft genügt es, einfach da zu sein, ohne zu urteilen.

Die meisten Panikattacken dauern nur wenige Minuten, auch wenn sie sich ewig anfühlen. Wenn die Person öfter betroffen ist, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein. Doch im Augenblick zählt dein ruhiges Beisein – manchmal ist das schon der wichtigste Schritt zur Beruhigung.

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