Wie erkennt man eine Addison-Krise?

Eine Addison-Krise ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der durch einen akuten Mangel an wichtigen Hormonen der Nebennieren ausgelöst wird. Besonders betroffen sind Menschen mit einer chronischen Nebenniereninsuffizienz, auch Morbus Addison genannt. Oft entwickelt sich die Krise schleichend, kann aber schnell dramatisch verlaufen.

Typische Frühsymptome sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, die leicht mit einer Magen-Darm-Erkrankung verwechselt werden können. Hinzu kommen Fieber, starke Müdigkeit, allgemeine Schwäche und Muskelschmerzen. Viele Betroffene klagen über Schwindel und ein unsicheres Gleichgewicht – Anzeichen dafür, dass der Körper nicht mehr ausreichend auf Stress reagieren kann.

Weitere Warnsignale sind verwirrtes Verhalten oder Konzentrationsstörungen. Fortschreitend zeigen sich deutliche Zeichen für Kreislaufprobleme: der Blutdruck sinkt stark, die Haut wird blass und kühl, die Pulse sind kaum noch zu fühlen. Gleichzeitig spricht der Körper auf Flüssigkeitsmangel mit Austrocknung. Bei weiterer Verschlechterung kann es zur Bewusstseinsminderung kommen – im Extremfall bis hin zum Koma.

Wichtig ist: Eine Addison-Krise erfordert sofortige medizinische Behandlung. Wer bereits eine Diagnose hat, sollte in solchen Fällen oft eine Notfall-Spritze mit Kortison verabreichen – und unverzüglich den Rettungsdienst rufen. Die Erkennung der frühen Symptome kann lebensrettend sein.

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