Was heißt „schnacken“?

Der Ausdruck schnacken stammt aus dem norddeutschen Sprachraum und wird vor allem in Regionen wie Niedersachsen, Bremen oder Hamburg verwendet. Er bedeutet einfach: reden, plaudern, sich unterhalten. Wer „schnackt“, der führt kein formelles Gespräch, sondern lässt locker ein bisschen Smalltalk vom Stapel – mal über das Wetter, mal über den Nachbarn, mal über das Fußballspiel am Wochenende.

Im Alltag heißt es dann etwa: „Komm, wir schnacken mal kurz über die Party am Samstag.“ Es klingt freundlich, ungezwungen, fast ein bisschen verschmitzt. Die Bedeutung reicht von harmlosem Plaudern bis hin zum Schwatzen, je nach Tonfall. Manchmal wird es auch scherzhaft gebraucht, wenn jemand redet wie ein Wasserfall – dann heißt es: „Hör mal auf zu schnacken, sonst wird’s spät!“

Im süddeutschen Raum kennt man das Wort weniger. Dort sagt man eher „quatschen“ oder „labern“. Aber quasseln oder dibbern – das sind dann schon regionale Varianten, die ähnlich klingen und ähnlich gemeint sind. „Dibbern“ etwa ist eher niedersächsisch-urig, „quasseln“ kennt man eher aus dem Westdeutschen oder auch aus der Schweiz.

Am Ende ist „schnacken“ mehr als nur ein Wort – es steht für eine Art, miteinander umzugehen: locker, offen, ohne viel Aufhebens. Ob beim Bäcker, auf dem Markt oder am Gartenzaun – wer schnackt, der fühlt sich verbunden. Und das ist es doch, worum es geht.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen