Wie erkennt man eine Persönlichkeitsstörung?

Es ist nicht immer leicht zu erkennen, ob man selbst unter einer Persönlichkeitsstörung leidet. Anders als bei körperlichen Krankheiten zeigen sich die Anzeichen oft erst über einen längeren Zeitraum und werden manchmal sogar von der betroffenen Person als „einfach nur typisch für mich“ wahrgenommen. Dennoch gibt es einige Warnsignale, auf die es zu achten gilt.

Wichtig ist: Eine Persönlichkeitsstörung liegt vor, wenn bestimmte Verhaltensmuster so starr und inflexibel sind, dass sie das tägliche Leben beeinträchtigen. Dazu gehören beispielsweise extreme Schwierigkeiten in Beziehungen, ständige Konflikte am Arbeitsplatz oder Probleme, emotional stabil zu bleiben. Die Betroffenen fühlen sich oft unverstanden, leiden unter Zurückweisung oder wiederholen immer wieder dasselbe, erfolglose Verhaltensmuster – ohne zu merken, dass ihr eigenes Verhalten dabei eine zentrale Rolle spielt.

Die Störungen werden in verschiedene Typen eingeteilt – etwa den zwanghaften, den paranoischen oder den narzisstischen Typ. Doch egal, um welchen Typ es geht: Der Kern bleibt der gleiche – ein Mangel an Flexibilität im Denken und Fühlen, der das Anpassungsvermögen in der Gesellschaft erschwert.

Wichtig ist: Nur ein erfahrener Psychotherapeut oder Psychiater kann eine solche Diagnose stellen. Wer merkt, dass er immer wieder aneckt, sich isoliert oder einfach „nie dazuzugehören“ scheint, sollte sich Unterstützung suchen. Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche – sondern der erste Schritt in ein ausgeglicheneres Leben.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen