Die drei Vergangenheitsformen im Deutschen
Wenn du auf Deutsch über Dinge sprichst, die bereits geschehen sind, stehen dir drei verschiedene Zeitformen zur Verfügung. Diese werden umgangssprachlich oft als „erste“, „zweite“ und „dritte Vergangenheit“ bezeichnet. Genau genommen handelt es sich um das Präteritum, das Perfekt und das Plusquamperfekt.
Das Präteritum – auch „einfache Vergangenheit“ genannt – wird vor allem in der schriftlichen Erzählung verwendet. Zum Beispiel: „Er ging nach Hause.“ Auch wenn man im Fernsehen oder im Unterricht Geschichten liest, taucht diese Form oft auf. Im mündlichen Alltag spielen Modalverben wie „wollte“, „musste“ oder „sollte“ aber eine größere Rolle.
Im Alltag verwenden die meisten Menschen hingegen das Perfekt. Es entsteht mit dem Hilfsverb „haben“ oder „sein“ und dem Partizip II: „Ich habe gegessen.“ oder „Wir sind gekommen.“ Diese Form ist besonders in der gesprochenen Sprache beliebt – in Österreich, Deutschland und der Schweiz.
Dann gibt es noch das Plusquamperfekt – die „Vorvergangenheit“. Es beschreibt etwas, das vor einer anderen vergangenen Handlung stattfand: „Nachdem ich aufgestanden war, machte ich Kaffee.“ Es wird mit „hatte“ oder „war“ und dem Partizip II gebildet und tritt meist nur in der Schriftsprache auf, etwa in Erzählungen oder Berichten.
Je nach Kontext und Region wird also unterschiedlich über die Vergangenheit gesprochen. Wer sicher im Ausdruck werden möchte, sollte alle drei Formen kennen – besonders, wenn es um gute Noten oder natürlich klingende Sätze geht.
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