Was passiert, wenn das Trommelfell reißt?
Ein platzendes Trommelfell klingt im schlimmsten Fall wie ein kurzer, scharfer Knall – doch meist spürt man den Riss eher, als dass man ihn wirklich hört. Plötzlicher Schmerz, ein Gefühl von Druck im Ohr oder ein leichter Hörverlust sind typische Anzeichen. Manchmal bemerken Betroffene auch ein leises Pfeifen oder Rauschen, das aus dem Ohr kommt.
Das Trommelfell ist eine feine Membran, die Schallwellen überträgt. Diese Schwingungen werden über die winzigen Knochen im Mittelohr weitergeleitet – so entsteht das Hörerlebnis. Reißt die Membran, ist diese Weiterleitung gestört. Das führt oft zu einem dumpfen Höreindruck, als würde man unter Wasser lauschen.
Ursachen für einen Riss sind zum Beispiel starke Druckunterschiede – etwa beim Tauchen oder Fliegen –, laute Knalle in der Nähe des Ohrs oder ein unvorsichtiges Reinigen mit Wattestäbchen. Glücklicherweise heilt ein Trommelfellriss bei den meisten Menschen von allein. Die Heilung dauert meist nur wenige Tage bis Wochen, besonders wenn Infektionen vermieden werden.
Trotz der meist guten Prognose sollte man nach einem vermuteten Riss einen HNO-Arzt aufsuchen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass keine weiteren Schäden vorliegen und die Genesung reibungslos verläuft.
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