Das Wasser im Schwarzen Meer – eine besondere Schichtung
Das Schwarze Meer ist einzigartig, vor allem wegen seiner besonderen Wasserstruktur. Im Gegensatz zu vielen anderen Meeren zeigt es eine sehr stabile Schichtung, die das Mischen von Oberflächen- und Tiefenwasser stark einschränkt. Das liegt daran, dass das Oberflächenwasser hier besonders salzarm ist – vor allem wegen des großen Zuflusses von Flüssen wie der Donau, der Dnjepr und des Don.
Dieses leichtere, frischere Wasser liegt wie eine dichte Schicht auf dem schwereren, salzhaltigeren Tiefenwasser. Dadurch kommt es nur zu einem geringen Austausch zwischen den Schichten. In vielen Meeren mischen sich Ober- und Tiefenwasser durch Winde und Temperaturunterschiede, hier aber bleibt die Trennung über lange Zeit bestehen.
Die Folge: Unterhalb einer gewissen Tiefe – meist ab etwa 150 bis 200 Metern – ist der Sauerstoff in der Tiefsee fast vollständig verschwunden. Stattdessen enthält das Tiefenwasser Schwefelwasserstoff, was das Leben für viele Organismen unmöglich macht. Dennoch sorgt diese einzigartige Schichtung dafür, dass das Schwarze Meer ein besonderes Ökosystem und ein faszinierendes Forschungsgebiet bleibt – nicht nur für Meeresbiologen, sondern auch für Geologen und Klimaforscher.
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