Widerrufsrecht bei Auftragsbestätigungen

Wenn Sie eine Auftragsbestätigung erhalten haben, fragen Sie sich vielleicht, wie lange Sie Zeit haben, um den Vertrag zu widerrufen. In Deutschland ist das Widerrufsrecht gesetzlich geregelt – vor allem bei Verträgen, die außerhalb von Geschäftsräumen abgeschlossen werden, etwa online oder per Telefon.

Grundsätzlich beträgt die Widerrufsfrist 14 Tage. Diese Frist beginnt in der Regel erst mit dem Tag nach dem Zugang der Auftragsbestätigung oder – wenn zusätzlich eine Ware geliefert wird – mit dem Empfang der Ware. Wichtig: Der Händler muss Sie über Ihr Widerrufsrecht ausführlich informieren. Fehlt diese Belehrung, kann sich die Frist sogar auf bis zu zwölf Monate und 14 Tage verlängern.

Um den Vertrag zu widerrufen, genügt eine eindeutige Erklärung – etwa per E-Mail, Brief oder ein vorgesehenes Formular. Es ist nicht nötig, einen Grund anzugeben. In vielen Fällen müssen Sie die Ware dann innerhalb einer weiteren 14-tägigen Frist zurücksenden, sofern sie bereits geliefert wurde.

Es gibt allerdings Ausnahmen: Beim Kauf von personalisierten Produkten, verderblichen Waren oder bei Dienstleistungen, die mit Ihrer Zustimmung noch vor Ablauf der Widerrufsfrist vollständig erbracht wurden, kann das Widerrufsrecht entfallen.

Als Verbraucher ist es daher sinnvoll, die Auftragsbestätigung und die beigefügte Widerrufsbelehrung genau zu prüfen. So stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Rechte richtig nutzen können – und bei Bedarf schnell und sicher zurücktreten können.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen