Wie lange bleibt MRSA auf der Haut und den Schleimhäuten?
Eine Besiedlung mit dem Bakterium MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) bedeutet nicht zwangsläufig, dass man akut erkrankt ist. Viele Menschen tragen den Keim beschwerdefrei auf der Haut oder in der Nase. Doch wie lange kann dieser Zustand tatsächlich anhalten?
Die genaue Dauer der Besiedlung ist individuell und hängt stark vom Gesundheitszustand sowie von äußeren Einflüssen ab. Bei gesunden Personen ohne besondere medizinische Einschränkungen kann der Körper den Erreger manchmal im Laufe der Zeit von selbst wieder verlieren oder durch gezielte Sanierungsmaßnahmen rasch von ihm befreit werden.
Anders sieht es aus, wenn bestimmte Risikofaktoren vorliegen. Dazu zählen beispielsweise chronische Wunden (wie ein Ulcus), liegende Katheter oder eine häufige Einnahme von Antibiotika. Solche Einflüsse bieten dem Keim ideale Bedingungen, um dauerhaft zu überleben. Unter diesen Voraussetzungen ist eine Sanierung selten nachhaltig erfolgreich, sodass Patienten den Erreger über 40 Monate und länger symptomlos mit sich tragen können.
Regelmäßige Händehygiene und die Absprache mit dem behandelnden Arzt sind entscheidend, um eine Weiterverbreitung zu verhindern und das individuelle Risiko richtig einzuschätzen.
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