Wie erkennt man einen Milchstau?

Ein Milchstau ist für viele stillende Mütter eine schmerzhafte, aber meist harmlose Herausforderung in den ersten Wochen nach der Geburt. Die häufigsten Anzeichen sind knotige, verhärtete Stellen in der Brust. Diese fühlen sich oft wie kleine, druckempfindliche Klumpen an und können lokal begrenzt wehtun.

Weitere Hinweise auf einen Milchstau sind eine leicht gerötete Haut über der betroffenen Stelle sowie eine leicht erhöhte Temperatur. Allerdings bleibt das Fieber meist unter 38,4 °C – ein deutlicher Unterschied zur echten Brustentzündung (Mastitis), bei der das Fieber höher steigt und man sich deutlich krank fühlt. Bei einem Milchstau bleibt das allgemeine Wohlbefinden meist gut.

Die Ursache liegt oft in einer blockierten Milchgang: Milch kann nicht mehr richtig abfließen, sodass sich ein Stau bildet. Das passiert häufiger, wenn das Baby unregelmäßig trinkt, wenn Stillpositionen ungünstig sind oder wenn die Brust überfüllt ist.

Die gute Nachricht: Meist lässt sich ein Milchstau mit einfachen Maßnahmen behandeln. Häufiges Anlegen des Babys, gezieltes Ansaugen und sanfte Massagen vor dem Stillen helfen oft, den Stau zu lösen. Wärme vor dem Stillen und Kälte danach können zusätzlich Linderung bringen.

Trotz der Unannehmlichkeiten: Ein Milchstau ist kein Grund zur Panik. Mit etwas Geduld und der richtigen Vorgehensweise klingen die Beschwerden meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden ab. Dauern sie länger an oder steigt das Fieber stärker an, sollte jedoch unbedingt ein Arzt konsultiert werden – dann könnte eine Entzündung dahinterstecken.

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