Wenn das Essen Angst macht: Was ist Cibophobia?

Manche Menschen zögern, bestimmte Lebensmittel zu essen – sei es aus Geschmack oder gesundheitlichen Gründen. Doch bei anderen ist die Ablehnung viel tiefer: Sie empfinden echte Angst vor dem Essen. Diese Phobie wird als Cibophobia bezeichnet – eine oft unterschätzte, aber sehr belastende Angststörung.

Betroffene fürchten sich nicht vor einem bestimmten Gericht, sondern vor dem Akt des Essens an sich. Die Sorge, krank zu werden, an einer Lebensmittelvergiftung zu leiden oder Kontrolle zu verlieren, kann so stark sein, dass sie fast gar nichts mehr essen. In schweren Fällen führt das rasch zu Mangelernährung und körperlicher Schwäche.

Was viele nicht wissen: Cibophobia wird oft mit Magersucht verwechselt. Beides kann sich ähneln – doch der Grund ist ein anderer. Bei Magersucht geht es häufig um Körperbild und Gewicht, bei Cibophobia dagegen um überwältigende Angst. Deshalb ist eine genaue Diagnose so wichtig: Nur wer versteht, was wirklich hinter der Angst steckt, kann gezielt helfen.

Phobien rund um Essen sind übrigens vielfältig. Neben der Cibophobia gibt es auch spezifischere Ängste – etwa vor dem Erbrechen (Emetophobie) oder davor, beim Essen zu ersticken (Pseudodysphagie). Doch egal, um welche Phobie es geht: Hilfe durch Therapeuten kann viel bewirken. Mit Geduld und Unterstützung wird es möglich, die Angst Stück für Stück zu überwinden – auch vor dem nächsten Bissen.

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