Wie man einen Arzt ohne Doktortitel richtig anspricht

In Deutschland ist es durchaus üblich, dass Ärztinnen und Ärzte den Titel „Dr.“ tragen – doch das ist nicht immer der Fall. Viele Mediziner verfügen über ihren Berufsabschluss, haben aber bewusst darauf verzichtet, zu promovieren, oder haben die Promotion noch nicht abgeschlossen. Das ist völlig normal und ändert nichts an ihrer fachlichen Qualifikation.

Die Anrede richtet sich nach dem vorhandenen Titel. Wenn ein Arzt keinen Doktortitel führt, spricht man ihn einfach mit „Herr“ oder „Frau“ an, gefolgt vom Nachnamen – beispielsweise „Herr Schmidt“ oder „Frau Meyer“. Es ist nicht nötig, den Berufstitel „Arzt“ oder „Ärztin“ in die Anrede einzubeziehen, etwa als „Arzt Schmidt“. Das klingt unnatürlich und wird im Alltag so nicht verwendet.

In formellen Schreiben kann man zur Klarheit zwar auch „Herrn Schmidt, Arzt“ schreiben, gesprochen wird das aber nicht so. Wichtig ist vor allem Respekt und Höflichkeit – nicht der Titel. Viele Patienten sind sich unsicher, ob sie „Dr.“ sagen müssen, doch die Regel ist einfach: Nur wer den Titel offiziell führt, wird auch so genannt.

Ein Beispiel aus der Praxis: In einer Arztpraxis steht im Terminplan „Dr. Wagner“ – dann heißt es „Guten Tag, Dr. Wagner“. Steht dort nur „Anna Schulze“, dann ist die korrekte Ansprache „Guten Tag, Frau Schulze“. So bleibt die Kommunikation höflich, korrekt und menschlich.

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