Wo leben die Wikinger heute?

Die Wikinger als Krieger, Entdecker und Seefahrer sind längst Geschichte. Vor über tausend Jahren segelten sie durch die Nordsee, plünderten Dörfer, gründeten Siedlungen und beeinflussten Europa nachhaltig. Doch als Volk verschwanden sie mit der Zeit – ihre Spuren leben jedoch in vielen Regionen weiter.

Man findet ihre Nachfahren vor allem dort, wo sie einst siedelten: in Island, wo das isländische Erbe stark von norwegischen Einwanderern geprägt ist, und in Grönland, das einst von isländischen und norwegischen Wikingern kolonisiert wurde. Auch auf den Shetland-Inseln vor Schottland spürt man noch heute die nordische Vergangenheit – in der Sprache, den Ortsnamen und der Kultur.

In Russland spielten die Wikinger, dort bekannt als „Russen“, eine wichtige Rolle bei der Gründung früher Fürstentümer, besonders in Gebieten wie Nowgorod und Kiew. Ihre Nachkommen sind heute untrennbar in die Bevölkerung eingewoben. In Skandinavien – also in Norwegen, Schweden und Dänemark – lebt die direkte Abstammung fort, besonders in ländlichen Gegenden mit altertümlichen Traditionen.

Und auch in Schleswig-Holstein zeigt die Geschichte ihre Spuren: Die Region an der deutschen Nordseeküste war einst Teil des dänischen Reichs und oft Ziel von Überfahrten. Heute erinnern Museen und Ausgrabungen an die Zeit der Wikinger.

Obwohl die Ära der Wikinger vorbei ist, leben ihre Geschichten, ihre Tapferkeit und ihre Sehnsucht nach Entdeckung in ihren Nachkommen weiter – verstreut über den Norden Europas, aber immer präsent in der Kultur und Geschichte.

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