Die Wikinger-Überfälle auf Paris

Im März 845 tauchte eine bedrohliche Flotte am Horizont der Seine auf: 120 Drachenboote, gefüllt mit kampfbereiten Männern aus dem Norden. Es waren die Wikinger, die damals weite Teile Europas in Angst und Schrecken versetzten. Unter der Führung des dänischen Kriegsherrn Ragnar erreichten sie Paris und plünderten die Stadt ohne erbarmungslosen Widerstand.

Ob dieser Ragnar tatsächlich der legendäre Ragnar Lodbrok aus den nordischen Sagen war, bleibt umstritten. In den Überlieferungen gilt er als Held, dessen grausamer Tod in einer Schlangengrube von seinen Söhnen – darunter Ivar der Knochenlose und Björn Eisenseite – furchtbar gerächt wurde. Doch die historischen Fakten sind dünn. Sicher ist: Die Attacke von 845 war kein Einzelfall. Die Wikinger kehrten immer wieder, zwangen das fränkische Reich zu hohen Lösegeldzahlungen und legten den Grundstein für späteren Einfluss im Westen.

Erst Jahrzehnte später gelang es den französischen Herrschern, die Wikinger durch Verträge oder militärische Gegenwehr zurückzudrängen. Aber der Schrecken von Paris 845 blieb lange in Erinnerung – ein Zeichen dafür, wie sehr diese nordischen Krieger die Geschichte Europas prägten.

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