Wie sahen die Frauen der Wikinger wirklich aus?
Die Vorstellung von raubeinigen, bärtigen Wikingerinnen mit Helm und Axt ist längst überholt. Archäologische Funde aus den letzten Jahren zeigen ein ganz anderes Bild – eines, das viel mehr Eleganz, Modebewusstsein und Selbstbewusstsein verrät. Frauen der Wikingerzeit kleideten sich keineswegs konservativ oder verhüllt, im Gegenteil: Sie trugen körperbetonte Gewänder, die ihre Figur betonten, und sorgten mit ihrem Look durchaus für Aufsehen.
Ein früher Vorgänger des modernen BHsBesonders faszinierend: In Gräbern wurden textile Überreste gefunden, die auf eine Art frühen Büstenhalter hindeuten – ein Kleidungsstück, das Brust und Taille gezielt formte. Diese Entdeckung überraschte viele Experten, denn sie zeigt, dass Wikingerfrauen nicht nur praktisch, sondern auch stilvoll kleideten. Der Träger dieser Art Unterbekleidung war dabei nicht nur funktional, sondern auch modisch: Er hob die Brust hervor und unterstrich die weibliche Silhouette – ein deutliches Zeichen für Selbstbewusstsein und Sinn für Ästhetik.
Doch nicht nur die Frauen waren modebewusst. Auch die Männer trugen gepflegte Kleidung, oft mit auffälligen Stickereien und gut sitzenden Schnitten. Beide Geschlechter legten Wert auf Äußeres – frisiertes Haar, saubere Kleidung und gelegentlich sogar Schmuck im Gesicht. Die Wikinger waren also bei weitem nicht die ungehobelten Barbaren, als die man sie lange dargestellt hat.
Die neuen Funde werfen ein menschlicheres, vielschichtiges Licht auf diese faszinierende Kultur – eine Welt, in der Schönheit, Stolz und Stil eine viel größere Rolle spielten, als bisher angenommen.
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