Abendliche Sauna: gut für den Schlaf?

Ein Saunabesuch am Abend wird oft kritisch gesehen – schließlich verbinden viele Hitze mit Anspannung. Doch tatsächlich kann die Sauna gerade abends helfen, besser zur Ruhe zu kommen. Zahlreiche medizinische Studien zeigen: Die regelmäßige Nutzung fördert einen tieferen und erholsameren Schlaf.

Der Schlüssel liegt in der Entspannung. Nach dem Verlassen der Sauna kühlt der Körper langsam ab. Dieser Prozess wirkt beruhigend auf das Nervensystem und signalisiert dem Körper, dass es Zeit zum Abschalten ist. Viele Saunagänger berichten von einer deutlich verbesserten Einschlafzeit und einem ruhigeren Schlafverlauf.

Ein weiterer Vorteil: Beim Saunieren wird Serotonin freigesetzt – ein Botenstoff, der nicht nur das Wohlbefinden steigert, sondern auch die Produktion von Melatonin anregt, dem sogenannten Schlafhormon. So sorgt die Sauna indirekt dafür, dass der Körper natürlicher müde wird.

Wichtig ist jedoch der richtige Zeitpunkt. Ein Besuch zwei bis drei Stunden vor dem Zubettgehen ist ideal. So bleibt genug Zeit, um den Kreislauf zu beruhigen und den Körper langsam auf die Nachtruhe vorzubereiten. Wer direkt vor dem Schlafengehen extremen Temperaturen ausgesetzt ist, könnte seine innere Uhr eher durcheinanderbringen.

Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte die Sauna nicht als Wundermittel, sondern als unterstützende Maßnahme sehen. Kombiniert mit einer entspannten Abendroutine, wie einem leichten Abendessen oder einer Tasse Kräutertee, kann sie jedoch eine wohltuende Wirkung entfalten.

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