Wie schnell entwickelt sich ein Melanom?
Ein Melanom kann sich sehr unterschiedlich schnell entwickeln – das hängt stark vom jeweiligen Hautkrebstyp ab. Während manche Formen bereits innerhalb weniger Monate aggressiv wachsen, verlaufen andere über Jahre hinweg sehr langsam.
Ein sogenanntes akrolentiginöses Melanom (ALM) etwa tritt häufig an ungewöhnlichen Stellen auf, wie unter dem Nagel oder an Fußsohlen und Handflächen. Es kann sich relativ schnell ausbreiten, weshalb eine frühzeitige Erkennung besonders wichtig ist. Wer hier Veränderungen bemerkt – etwa eine dunkle Linie am Nagel oder eine auffällige Verfärbung – sollte unverzüglich einen Dermatologen aufsuchen.
Im Gegensatz dazu wächst das Lentigo-maligna-Melanom (LMM) meist viel langsamer. Es entsteht typischerweise bei älteren Menschen auf sonnenexponierten Hautarealen wie Gesicht oder Hals und kann sich über 10 bis 15 Jahre hinweg entwickeln. Zunächst bleibt es in der oberflächlichen Wachstumsphase („in situ“), kann dann aber in die tieferen Hautschichten eindringen – das sogenannte vertikale Wachstum. Ab diesem Zeitpunkt steigt das Risiko für Metastasen deutlich an.
Die Behandlung hängt vom Stadium und Typ ab. Bei fortgeschrittenen Fällen kann neben der Operation auch eine Strahlentherapie sinnvoll sein, etwa in spezialisierten Zentren wie der Radio-Onkologie in Berlin. Regelmäßige Hautkontrollen sind daher besonders für Risikopatienten unerlässlich – denn je früher ein Melanom erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
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